Das Sammelphänomen bei Kindern
23 Aug

Objekte zu sammeln ist eine übliche Beschäftigung bei Kindern. Was treibt sie aber dazu, zu sammeln ? Welche wohltuende Wirkung resultiert daraus ? Was sind die populärsten Produkte ? Wir liefern hiernach einige Antwort-Elemente.

Die ersten Sammlungen

Oft beginnt das Kind eine Sammlung, ohne  sich darüber bewusst zu sein. Er startet hier Federn oder dort Steine einzusammeln. Er bemerkt die Unterschiede und stellt fest, dass es mehrere Sorten gibt und dass schließlich die Welt viel grösser ist als das, was das Kind in seinem Alltag gewohnt ist.

Zwischen dem 7. und 12. Lebensjahr tauchen die ersten Wünschen auf, eine Sammlung anzufangen. In diesen Altersjahren gibt es für das Kind mehrere Gründe zu sammeln: um seine Fantasie zu entwickeln, aus pure Neugier, um seine Individualität zu beweisen oder auch einfach, um sich in eine Gruppe einzufügen.

Welche Gewinne zieht das Kind aus einer Sammlung ?

Beim Sammeln wird das Kind seine Lieblingsobjekte pflegen, sortieren, einordnen, mischen, bewundern und wieder sortieren. Dabei werden diese Sammlungen ihm Schlüsselbegriffe für sein Leben wie Organisation, Verantwortlichkeit oder soziale Interaktion mit seinen Mitmenschen  vermitteln.

Unabhängig vom Sammelobjekt, wird das Kind sich begeistern, hinterfragen und recherchieren. Es wird immer mehr wissen wollen und somit seinen Intellekt und sein Gedächtnis stimulieren.

Die Spielfreunde haben auch einen großen Einfluss darauf, eine Sammlung zu beginnen. Die gemeinsame Schwärmerei für einen bestimmten Objekt stärkt das Gefühl des Zusammenhalts in der Gruppe. Das Kind wird auch dazu angetrieben, über seine Objekte mit seinen Kameraden zu verhandeln oder sie auszutauschen. Dabei wird es ermutigt,  gesellig zu sein und sich in der Gruppe besser einzufügen. 

Typische Sammelobjekte

Briefmarken, Modellautos, Münzen, Panini-Sticker zählen zu den beliebtesten Objekten der Sammler in spe.

Dazu kann man auch die kurzlebigen Sammlungen, die auf Modetrends basieren  hinzuzählen, wie Figuren und andere Produkte aus der Film-Branche, wie zum Beispiel die Schneekönigin oder die Paw-Patrol.

Das Sammelphänomen wird noch intensiv studiert und fasziniert manche Psychoanalytiker. Es ist sehr komplex und zugleich so einfach. Auch wenn das Kind  in der Pubertät seine Sammlung nicht weiterführt, sie hat ihm dennoch erlaubt zahlreiche Kompetenzen zu entwickeln, die  ihm in seinem ganzen weiteren Leben nützen  werden.

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